Im Maschinen- und Anlagenbau hat sich in den letzten Jahren Interim Management als Veränderungs-Instrument oder Management-Tool für komplexe oder schwierige Aufgaben immer mehr etabliert.

Speziell in Deutschland, dem weltweiten Interim-Management-Land Nummer 1, kommen die externen Spezialisten verstärkt im Maschinen- und Anlagenbau, im Bereich Elektro und Metall und in der Automotive-Industrie zum Einsatz. Häufige Einsatzgründe sind mittlerweile vor allem Projekte, Change-Aufträge oder auch die Einbringung neuer Ideen. Ihr Wertversprechen: Sie starten ihre Mandate rasch und setzen im Vorhinein genau definierte Aufgabenstellungen um, für die intern entweder keine personalen oder zeitlichen Ressourcen bereitstehen, oder für die schlicht Kenntnisse oder Erfahrung fehlen. Laut einer Erhebung der Ludwig Heuse GmbH sind sie dabei großteils sehr erfolgreich: Fast vier von fünf haben ihre Aufgaben innerhalb von nur 30 Tagen im Griff, nur jeder zwanzigste Einsatz kostet mehr als er einbringt. In neun von zehn Fällen beläuft sich der Return on Investment laut Heuse dagegen auf das Doppelte bis Zehnfache des Auftragshonorars.1Ludwig Heuse: Interim Management in Deutschland 2015. Heuse, 2016.

Maschinen- und Anlagenbau: Geschäftsentwicklung mit Interim Managern

Dr. Marei Strack, Vorstandsvorsitzende der DDIM (Dachgesellschaft Deutsches Interim Management), erklärt dazu: „In manchen Branchen wie Automotive und Maschinenbau ist Interim Management gar nicht mehr wegzudenken. Auch der digitale Wandel spielt eine immer größere Rolle in den Mandaten. Hier sehen wir eine Steigerung der Relevanz um knapp 20 %. Besonders in den Bereichen Geschäftsprozesse, Agiles Management, Industrie 4.0 und Big Data.“2Presseaussendung der DDIM e.V.: Dr. Marei Strack erhält vom AIMP Ehrenpreis für politische Arbeit. April 2018.

Vor allem in Industriebetrieben wie dem Maschinen- und Anlagenbau sind die externen Fachleute also gut aufgehoben. Ich etwa bin beispielsweise als Executive Interim Manager in vielen Mandaten im Maschinen- und Anlagenbau unterwegs, gestalte dort Organisationen neu oder erschließe mit meinen Kunden neue Märkte. Vor allem angesichts des umfassenden Wandels, der durch Digitalisierung und Industrie 4.0 angebrochen ist, sind die Dienstleistungen von Interim Managern sehr gefragt. In heutiger Zeit ist es für den Mittelstand kaum möglich, immer alle nötigen Kompetenzen intern vorzuhalten. Angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und stetig wechselnder Herausforderungen sind Interim Manager deshalb auch für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau eine der besten Möglichkeiten, dennoch am Ball zu bleiben. Akut verfügbares Know-how und entsprechende Umsetzungskompetenzen können jedefalls einen sehr großen Unterschied machen. Ich rechne damit, dass im Maschinen- und Anlagenbau vor allem das Thema „neue Geschäftsmodelle“ in der nahen Zukunft weiterhin eine steigende Rolle spielen wird.

Neue Geschäftsmodelle im Maschinen- und Anlagenbau

Das bestätigt beispielsweise auch eine Studie von Lünendonk, die angibt, dass unsere Unternehmen sich gerade in der Erschließung neuer Geschäftsmodelle schwertun.3Lünendonk: Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen. Lündedonk & Hossenfelder, 2019. S.9. Über die letzten Jahre wurde viel digitalisiert, etwa durch Investitionen in digitale Infrastrukturen und dergleichen mehr. Um aber wirklich zukunftssicher zu operieren, braucht es allerdings auch Geschäftsmodelle, die die in manchen Bereichen stark veränderten Bedingungen berücksichtigen und gegebenenfalls auch neue oder veränderte Wert- und Nutzungsversprechen in den Markt bringen. Die hohe Exportquote speziell etwa im Maschinen- und Anlagenbau macht diese Themen noch relevanter.

Für den Maschinen- und Anlagenbau sind Industrie 4.0-Themen in diesem Kontext sehr wichtig. Vor allem das Nutzenversprechen spielt eine besondere Rolle. Neben dem Ausbau des Produkt- und Serviceangebots sollten folglich auch neue Kundenbeziehungen und Kanäle im Vordergrund der Bemühungen stehen. Nicht alle Stolpersteine der Kunden lassen sich auf Produktebene lösen, und viele der neuen Angebotslogiken (z. B. Abomodelle etc.) sind auch der Kundenbindung zuträglich. Größere Kundennähe bringt oft mehr zusätzlichen Umsatz als ein Produkt-Update, und schafft gute Möglichkeiten für Cross- und Upselling.

Manche Unternehmen, im Maschinen- und Anlagenbau ebenso wie in anderen Branchen, sind aber noch immer etwas zögerlich, solche Themen strategisch und ganzheitlich anzugehen. Denn viele Betriebe sehen die Einführung neuer Geschäftsmodelle als riskant an. Tatsächlich kann man mit den richtigen Methoden das Risiko einer Neueinführung aber sehr gering halten. In meinen Mandaten als Interim Manager prüfe ich die Möglichkeiten so lange, bis eine Systematik gefunden ist, die eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit hat. Außerdem sagt niemand, dass ein bisher erfolgreiches Geschäftsmodell aufgegeben werden muss, nur weil man mit einem weiteren oder veränderten an den Markt tritt. Je nach Zielgruppe, Marktbedingungen und dergleichen macht es ohnehin Sinn, speziell entwickelte Geschäftsmodelle einzusetzen.

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Ludwig Heuse: Interim Management in Deutschland 2015. Heuse, 2016.
2 Presseaussendung der DDIM e.V.: Dr. Marei Strack erhält vom AIMP Ehrenpreis für politische Arbeit. April 2018.
3 Lünendonk: Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen. Lündedonk & Hossenfelder, 2019. S.9.
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