Der Mehrwert eines Interim Managers2018-08-20T10:48:09+00:00
Mehrwert Interim Manager

Der Mehrwert eines Interim Managers

Interim Manager übernehmen vorübergehend Führungsfunktionen in Unternehmen – fast immer verbunden mit einem Veränderungsauftrag (Change). Neben der Führung des Tagesgeschäftes, das normalerweise durch einen festangestellten Manager geleistet wird, soll parallel ein Problem oder eine Chance analysiert, passgenaue Lösungskonzepte entwickelt und mit hoher Umsetzungssicherheit auch realisiert werden. Das ist sein Mehrwert, und darin unterscheidet sich die Leistung eines Interim Managers von der festangestellter Manager oder Unternehmensberater.

Der Mehrwert im Überblick

Führen des Tagesgeschäftes

Die operative und strategische Führung des Tagesgeschäftes ist eine Kernleistung des Interim Managers. Er ersetzt in diesem Prozess temporär eine festangestellte Führungskraft. Diese Tätigkeit lässt sich in drei Hauptprozessen beschreiben: Fachprozess, Führungsprozess und Strategieprozess.

Interim Management Prozesse Tagesgeschäft

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Diese drei Prozesse werden standardmäßig von festangestellten Führungskräften ausgeführt – meistens in hoher Qualität. Ein Interim Manager kann vorübergehend eine Vakanz überbrücken. Dabei hat er gelernt, sich besonders schnell in neue Positionen einzuarbeiten und Netzwerke aufzubauen. Fachlich ist er auf dem aktuellen Stand. In meinem Fall beherrsche ich z.B. die neuen Methoden in der Geschäftsentwicklung, ein Kernbestandteil des Vertriebs, u.a. zertifiziert durch die RWTH Aachen.

Planen und Durchführen einer Veränderung (Change)

In dieser Disziplin werden andere Kenntnisse und Fühigkeiten benötigt als im Tagesgeschäft. Der unternehmerische Veränderungsprozess lässt sich untergliedern in die Umsetzungsvorbereitung mit Analyse und Synthese (Entwicklung einer Lösung), was klassisch auch von Unternehmensberatungen angeboten wird. Im Rahmen der Realisierung muss neben der sachlichen Ebene (Inhalt der Veränderung) die organisatorische Ebene (Projektmanagement) wie auch die menschliche Ebene (Change Management) beherrscht werden.

Interim Manager Prozess Veränderung Change

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Hier liegt oft ein Unterschied zu festangestellten Managern, die solche Veränderungen nur selten durchführen. In meinen Mandaten kommt es manchmal vor, dass sich der Auftraggeber in einer Veränderungssituation von seinem Leiter Vertrieb/Marketing/Produktmanagement getrennt hat, obwohl er das Tagesgeschäft gut beherrschte – das ist schade für beide Seiten. Ein Interim Manager kann auch begleitend nur für den Change eingesetzt werden.

Ich bediene alle Ebenen des Veränderungsprozesses:

  1. Beratungsprozess (Analyse und Synthese): Qualifiziert als Certified Management Consultant (CMC).
  2. Projektmanagement (organisatorische Ebene): zertifizierter Projektmanager nach PRINCE2
  3. Change Management (menschliche Ebene): zertifizierter Change Manager nach PROSCI

Strategische Erfolgsfaktoren eines Projektes

Ein weiterer Mehrwert: Der Change kann neben dem Tagesgeschäft laufen, die Unternehmenszahlen leiden meistens nicht unter den Veränderungen. Gerade mein Einsatz im Tagesgeschäft erleichtert mir das Management der Veränderungen teilweise sogar, weil ich dadurch über die nötigen, operativen Möglichkeiten verfüge. In der Umsetzungsphase zählen also vor allem drei Faktoren: Sichtbare Führung, Projektmanagement und Change Management. Diese Themen kann ich in einem Mandat gleichzeitig bedienen. Das ist ein entscheidender Mehrwert meiner Einsätze.

Interim Manager sind also vor allem dann wertvolle Unterstützer, wenn diese Fähigkeiten in Kombination gefragt sind, und dann machen sich die Kenntnisse aus den unterschiedlichen Ebenen für Sie bezahlt. Ich komme, analysiere, plane und setze um – neben dem operativen Tagesgeschäft. Sobald die Aufgaben erledigt sind, verlasse ich das Unternehmen wieder. Viele der Kompetenzen, die ich mitbringe, sind in Unternehmen auch nicht dauerhaft vonnöten. Aus diesem Grund sind Interim Manager keine guten Kandidaten für eine Festanstellung: Die Kombination von Fähigkeiten wird selten benötigt, weil grundlegender Change in Unternehmen nicht oft stattfindet, sondern üblicherweise nur vereinzelt. Für eine Festanstellung ist ein Manager mit dieser Fähigkeitskombination deswegen oft zu teuer, und die Wahrscheinlichkeit einer Fluktuation wäre entsprechend hoch, wenn die Veränderung der Tagesroutine wieder weicht.

Bildnachweis: Robert Kneschke – Fotolia

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