Die Kosten eines Interim Managers2018-08-20T11:12:48+00:00
Die Kosten eines Interim Managers

Die Kosten eines Interim Managers

Die Kosten eines Interim Managers wirken auf den ersten Blick nicht niedrig, auch wenn sie weit unter den Tagessätzen von Unternehmensberatern liegen, die meistens zwischen 1.600 und 3.000 EUR pro Tag aufrufen. Interim Manager Tagessätze von 1.400 EUR und mehr wirken zunächst ebenfalls hoch und werden zweifellos den einen oder anderen zu der Frage bringen, ob es sich für sein Unternehmen auszahlt, vorübergehend einen solchen Experten einzusetzen. Darüber kann man Klarheit schaffen.

Die Kosten eines Interim Managers als Tagessatz

Als Daumenregel gilt: Die Kosten eines Interim Managers liegen bei ca. 1% des Bruttojahresgehaltes eines vergleichbaren festangestellten Managers. Bei hochwertigen Managementpositionen kann dieser Wert auch bei 0,8% liegen. Somit liegen im Bereich der Unternehmensführung Tagessätze von 1.300 bis 1.800 EUR in Normbereich. Hinzu kommen noch Übernachtungs- und Reisekosten. Diese Angaben beziehen sich auf repräsentative Analysen des AIMP (Arbeitskreis der Interim Management Provider).

Wieviel verdient ein Interim Manager?

Die durchschnittliche Auslastung eines Interim Managers liegt im gehobenen Marktbereich bei ca. 140 Tagen im Jahr (AIMP), denn Urlaub, Krankheit, Fortbildungstage und Zeiten zwischen Aufträgen werden natürlich nicht bezahlt. Multipliziert man die Auslastung mit dem Tagessatz, erhalten Sie eine relativ gute Schätzung für den Jahresumsatz eines Interim Managers. Die größte Kostenposition ist der Bereich Akquisition/Marketing/Fortbildung, der bei guten Interim Managern bei ca. 30% des Umsatzes liegt, es folgen Kfz sowie Arbeitsmittel.

Der steuerliche Gewinn liegt also viel niedriger als der Umsatz. Von diesem werden noch die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen abgezogen, die beim Vergleich mit festangestellten Mitarbeitern gerne einmal vergessen werden.

Insgesamt gilt: Ein Interim Manager verdient meistens weniger oder gleich viel wie in seiner letzten Festanstellung. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn Geld ist in den meisten Fällen KEIN Entscheidungskriterium für die Selbstständigkeit, sondern Unabhängigket, Herausforderungen und wechselnde Inhalte (Helmut-Schmidt-Universität).

Welchen Mehrwert bringt mir ein Interim Manager?

In Unternehmen ist Zeit faktisch Geld. Interim Manager haben eine enorm kurze Onboarding-Phase und gehen sehr rasch ans Eingemachte. Weil Change-Projekte in vielen Firmen nicht regelmäßig auf der Tagesordnung stehen, sind die Erfahrungen auf diesem Gebiet überschaubar. Ein Interim Manager, der auf Change-Management spezialisiert ist, weiß dagegen genau, was zu tun ist, und welche Schritte in welchem Maß zu setzen sind. Eine sehr aussagekräftige Studie zu diesem Thema stellte die Ludwig Heuse GmbH 2015 an. Sie untersuchte 803 abgeschlossene Interim Management Projekte. Bei der entsprechenden Befragung gaben mehr als 80 % der Kundenunternehmen an, dass die Interim Manager alle Probleme bereits nach 40 Tagen im Unternehmen fest im Griff hatten. Die Kosten eines Einsatzes sind also auch in dieser Hinsicht sehr relativ. Die Tatsache, dass Interim Manager die Laufzeit von Projekten stark verkürzen können, spart den Firmen anderweitige Aufwände.

Viele zeitraubende Maßnahmen werden in den Händen von Interim Managern zu Schnellläufern. Im Moment häufig nachgefragte Bereiche wie Innovation oder Change brauchen viel Zeit und kosten viel Geld, wenn man sie intern belegt, obwohl es keinen versierten Experten gibt. Gerade bei diesen Themen kommen noch die hohen Kosten scheiternder Projekte zum Tragen. Die nötige Erfahrung und entsprechende Kenntnisse, um das zu vermeiden, bringen Interim Manager sehr häufig mit – und sogen dafür, dass Know-How und Erfahrung in das Kundenunternehmen transferiert werden.

>>> Der Mehrwert eines Interim Managers

Der RoIM (Return on Interim Management)

Aus unternehmerischer Sicht sind hier wie so oft aber nicht die Kosten eines Interim Managers wichtig, sondern der Wert seines Einsatzes. Man spricht dabei im Allgemeinen vom ROI (Return on Invest): Welche Kosten verursacht ein Posten, welchen Gewinn bringt er? Auch ein Interim Manager kann als Investment betrachtet werden, das seine Sinnhaftigkeit in Form des sogenannten RoIM (Return on Interim Management) unter Beweis stellen kann.

Die Rechnung ist einfach: Wie viel Kosten, wie viel Gewinn hat der Interim Manager verursacht? Eine Studie der Helmut Schmidt Universität besagt, dass 86% der Einsätze einen deutlich positiven Return on Investment, also deutlich mehr Gewinn als Kosten, erbracht haben. Die Ludwig Heuse GmbH kam gleichsam zu dem Ergebnis, dass 85% der Einsätze mehr als das Doppelte der Kosten einbrachten, 20% davon sogar mehr als das Zehnfache!

Auch der Executive Interim Manager Siegfried Lettmann kann aus seiner Praxis bestätigen, dass die Kosten eines Interim Managers – in seinem Fall immer – bereits während der Projektlaufzeit mehrfach in Form eines nachweisbaren Mehrwertes amortisiert wurden – oft weit über dem Faktor 10.

Kunden bestätigen das gute Preis-Leistungs-Verhältnis

Das bestätigt auch Jane-Beryl Simmer, Inhaberin der SIHGA GmbH in Gmunden (Österreich), ein Spezialist für Befestigungstechnologien im Holzbau. Sie engagierte Lettmann in einem Mandat. Zu den Kosten eines Interim Managers sagt sie: „Ich muss zugeben, dass ich zunächst die Kosten des Interim Managers als sehr hoch empfunden habe. Insbesondere vor dem Hintergrund unserer Unternehmensgröße. Allerdings muss man bei dem Kostenvergleich die doch recht hohen Gehaltsnebenkosten und bezahlten Urlaubszeiten einer Festanstellung sowie die sofortige Verfügbarkeit und die sehr hohe Qualifikation und Erfahrung des Interim Managers berücksichtigen. Und wenn ich die Kosten für den Interim Manager mit dem wirtschaftlichen Ergebnis vergleiche, relativiert sich dieser Preis schnell zu einem sehr ansprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kosten wurden in Form eines wirtschaftlich messbaren Mehrwertes mehrfach erwirtschaftet, so dass es sich um eine sinnvolle und vorteilhafte Investition handelte.“

Dr. Stefan Scheringer, CEO des Offenburger Maschinenbauers MEIKO, sah das nach meinem dortigen Mandat ähnlich: „Bei so wichtigen Maßnahmen hängt viel daran, dass man den bestmöglichen Kandidaten mit solchen Aufgaben betraut. Man muss sich also die Frage stellen, ob man sich ein billigeres Angebot leisten kann. Es ist einfach nötig, hier jemanden zu haben, der wirklich etwas kann. Insofern sind die Kosten auf jeden Fall angemessen. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass wir Herrn Lettmann sehr gefordert haben, und zwar körperlich, geistig und seelisch. Dafür waren die Kosten absolut in Ordnung.“

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